Zum Inhalt springen

Haar-Glossar: 51 Fachbegriffe vom Friseur verständlich erklärt

Balayage, Bond Builder, Porosität, Grey Blending: Im Friseurstuhl fallen viele Begriffe, die selten jemand erklärt. In unserem Glossar finden Sie die wichtigsten Fachwörter aus Farbe, Blondierung, Haarstruktur, Pflege, Schnitt und Haarverlängerung, jeweils in ein bis drei Sätzen erklärt und so, wie wir sie in der Nesrin Hairlounge in München-Pasing täglich verwenden.
Sie sollen wissen, worüber wir sprechen, bevor Sie sich entscheiden. Wenn ein Begriff hier fehlt, fragen Sie uns einfach am Telefon oder im Termin.

Farbe und Coloration

Neun Begriffe, die in fast jedem Farbtermin fallen. Die passenden Leistungen dazu finden Sie unter Haare färben, Balayage und Farbkorrektur.

Ansatz

Der nachgewachsene Teil des Haares direkt an der Kopfhaut, der noch die Naturfarbe trägt. Weil die Kopfhaut Wärme abgibt, reagiert Farbe dort schneller als in den Längen. Deshalb wird der Ansatz in der Regel zuletzt und mit einer anderen Mischung gearbeitet als der Rest.

Balayage

Freihandtechnik, bei der die Aufhellung mit dem Pinsel auf die Oberfläche der Strähne gemalt wird, statt sie in Folie zu packen. Das Ergebnis läuft nach oben weich aus und hat keine sichtbare Ansatzkante. Balayage wächst dadurch unauffälliger heraus als klassische Strähnen.

Foliensträhnen und Foilyage

Bei Foliensträhnen wird die Strähne in Folie eingeschlagen, damit die Aufhellung unter Wärme gleichmäßig und kräftiger arbeitet. Foilyage kombiniert beides: freihand aufgetragen wie bei Balayage, danach in Folie gepackt, um mehr Aufhellung zu erreichen.

Grey Blending

Das graue Haar wird nicht überdeckt, sondern mit hellen Strähnen verwoben, bis die Grenze zwischen Grau und gefärbter Länge verschwindet. Gedacht für alle, die mit dem Färben aufhören möchten, ohne monatelang eine harte Ansatzkante zu tragen.

Grombre

Kunstwort aus grey und Ombré. Gemeint ist der bewusst sichtbare, weiche Verlauf vom grauen Ansatz in die noch gefärbte Länge. Anders als beim Grey Blending wird der Übergang nicht kaschiert, sondern als Farbverlauf getragen.

Farbtiefe und Nuance

Die Zahl vor dem Punkt auf der Tube gibt die Farbtiefe an, von 1 für Schwarz bis 10 und höher für sehr helles Blond. Die Ziffern nach dem Punkt beschreiben die Nuance, also die Richtung: asch, gold, kupfer, rot oder violett. Eine 7.1 ist damit ein mittelblonder Aschton.

Entwickler

Die Wasserstoffperoxid-Lösung, die der Farbe beigemischt wird und die Schuppenschicht öffnet. Die Prozentangabe steuert, wie stark aufgehellt wird: drei Prozent färben praktisch ohne Aufhellung, neun oder zwölf Prozent hellen mehrere Stufen auf und beanspruchen das Haar entsprechend.

Direktziehende Pigmente

Farbstoffe, die sich ohne chemische Reaktion außen an das Haar anlagern, etwa in Pastellfarben oder Silbershampoos. Sie waschen sich nach und nach heraus, können bei porösem Haar aber ungleichmäßig aufziehen und eine spätere Aufhellung erschweren.

Tönung, Intensivtönung, Coloration

Drei Stufen der Haltbarkeit. Die Tönung legt sich außen an und verschwindet nach wenigen Wäschen. Die Intensivtönung dringt leicht ein und verblasst über Wochen. Die Coloration verankert die Pigmente dauerhaft im Haar und wächst heraus, statt zu verblassen.

Blond und Aufhellung

Blond ist der Bereich, in dem die meisten Missverständnisse entstehen, weil Aufhellung und Farbton zwei getrennte Arbeitsschritte sind. Diese neun Begriffe erklären, warum.

Blondierung

Der Vorgang, bei dem die natürlichen Pigmente im Haar aufgelöst werden. Blondierung fügt keine Farbe hinzu, sie nimmt Farbe weg. Was danach zu sehen ist, ist der Unterton des jeweiligen Haares, und der ist fast immer gelb bis orange.

Aufhellungsstufen

Auch Lift genannt. Gemeint ist, um wie viele Farbtiefen ein Haar heller wird. Von Dunkelbraun auf helles Blond sind das schnell fünf bis sieben Stufen, und die lassen sich bei gesundem Ergebnis selten in einem einzigen Termin gehen.

Unterton

Die Farbe, die beim Aufhellen aus dem Haar zum Vorschein kommt. Dunkles Haar durchläuft Rot, Orange und Gelb, bevor es hell genug für einen kühlen Ton ist. Wer zu früh aufhört, behält den warmen Unterton, egal welcher Toner danach kommt.

Gelb- und Orangestich

Kein Fehler in der Farbe, sondern ein Unterton, der nicht weit genug abgebaut oder nicht neutralisiert wurde. Gelb wird mit Violett ausgeglichen, Orange mit Blau. Sitzt der Stich tief, hilft nur weiteres Aufhellen, nicht mehr Pigment.

Toner

Die Farbe, die nach der Blondierung den Ton setzt: aschig, beige, perlmutt oder golden. Ein Toner hellt nicht auf, er korrigiert nur die Richtung. Er verblasst über Wochen, weshalb Blond in der Regel eine Auffrischung zwischen den Terminen braucht.

Silbershampoo

Shampoo mit violetten Pigmenten, das Gelbstich im Alltag neutralisiert. Es ersetzt keinen Toner und sollte nicht bei jeder Wäsche verwendet werden, weil poröses Haar sonst einen grauen oder lila Schleier annimmt.

Babylights

Sehr feine, eng gesetzte Strähnen, die den natürlichen Aufhellungseffekt von Kinderhaar nachbilden. Sie wirken auf Distanz wie ein gleichmäßig helleres Haar, nicht wie einzelne Strähnen, und sind entsprechend zeitaufwendig in der Arbeit.

Ombré und Sombré

Beim Ombré ist der Verlauf von dunklem Ansatz zu heller Spitze deutlich sichtbar. Sombré ist die weichere Variante mit geringerem Kontrast. Beides beschreibt das Ergebnis, während Balayage die Technik beschreibt, mit der es entsteht.

Root Shadow

Ein bewusst dunkler gehaltener Ansatz, der in das helle Haar ausläuft. Er nimmt dem Blond die harte Grenze und verlängert den Abstand zwischen zwei Terminen, weil der nachwachsende Ansatz nicht als Kante auffällt.

Haarstruktur und Diagnose

Bevor wir mischen, lesen wir das Haar. Diese neun Begriffe beschreiben, worauf wir bei der Haaranalyse schauen und warum zwei Köpfe auf dieselbe Farbe unterschiedlich reagieren.

Porosität

Wie stark das Haar Feuchtigkeit und Farbe aufnimmt. Hochporöses Haar saugt Farbe schnell auf und gibt sie ebenso schnell wieder ab, wenig poröses Haar nimmt sie nur widerwillig an. Porosität entscheidet über Einwirkzeit und Mischung.

Elastizität

Wie weit sich ein nasses Haar dehnen lässt, ohne zu reißen. Gesundes Haar federt zurück. Reißt es früh oder bleibt es gedehnt, ist das innere Gerüst angegriffen, und eine weitere Aufhellung wäre in diesem Termin nicht verantwortbar.

Haardichte

Die Anzahl der Haare pro Fläche Kopfhaut. Sie ist etwas anderes als die Haarstärke: Man kann viele feine Haare haben oder wenige kräftige. Die Dichte bestimmt, wie viel Material ein Schnitt verträgt und wie eine Frisur fällt.

Haarstärke

Der Durchmesser des einzelnen Haares, üblicherweise als fein, mittel oder kräftig beschrieben. Feines Haar reagiert schneller auf Chemie und braucht mildere Einstellungen, kräftiges Haar braucht mehr Zeit, um überhaupt zu öffnen.

Schuppenschicht

Auch Cuticula. Die äußere Hülle aus übereinanderliegenden Zellen, die das Haarinnere schützt. Liegt sie glatt an, glänzt das Haar. Steht sie ab, wirkt es stumpf und rau und verliert Feuchtigkeit und Farbpigmente schneller.

Disulfidbrücken

Die festen chemischen Verbindungen im Haarinneren, die Form und Festigkeit bestimmen. Dauerwelle und Glättung öffnen und schließen sie gezielt, Blondierung beschädigt sie als Nebenwirkung. Bond Builder setzen genau hier an.

Wasserstoffbrücken

Schwache Verbindungen, die sich mit Wasser lösen und beim Trocknen neu bilden. Sie sind der Grund, warum sich Haar föhnen und glätten lässt und warum die Frisur bei Feuchtigkeit oder Regen wieder in ihre natürliche Form zurückgeht.

Strähnentest

Eine einzelne Probesträhne, an der wir vorab prüfen, wie das Haar auf Aufhellung oder Farbe reagiert. Besonders bei Farbkorrekturen und bei Haar mit unbekannter Vorgeschichte ist er der einzige Weg zu einer belastbaren Einschätzung.

pH-Wert

Haar und Kopfhaut sind mit etwa 4,5 bis 5,5 leicht sauer. Farbe und Blondierung arbeiten im alkalischen Bereich und öffnen dabei die Schuppenschicht. Eine saure Nachbehandlung bringt den Wert zurück und schließt das Haar wieder.

Pflege und Behandlungen

Pflege im Salon und Pflege zu Hause verfolgen unterschiedliche Ziele. Diese neun Begriffe erklären, was welches Produkt tatsächlich macht und wo die Grenzen liegen.

Bond Builder

Wirkstoffe, die beschädigte Verbindungen im Haarinneren wieder verknüpfen. Sie werden der Blondierung beigemischt oder danach aufgetragen. Sie machen kaputtes Haar nicht neu, sie begrenzen den Schaden während der Behandlung.

Olaplex

Der bekannteste Markenname unter den Bond Buildern und umgangssprachlich oft ein Synonym für die ganze Produktgruppe. Im Salon wird er meist in zwei Schritten eingesetzt: während der Farbarbeit und als Nachbehandlung.

Keratinbehandlung

Eine Behandlung, bei der eine Keratinlösung ins Haar eingearbeitet und mit Hitze versiegelt wird. Das Haar wird glatter, glänzender und deutlich leichter zu föhnen. Der Effekt hält je nach Haar und Pflege einige Monate und wächst heraus.

Haarbotox

Trotz des Namens ohne Botulinumtoxin. Gemeint ist eine auffüllende Kur aus Proteinen, Aminosäuren und Pflegestoffen, die poröse Stellen im Haar auffüllt. Sie glättet weniger stark als eine Keratinbehandlung und zielt eher auf Fülle und Glanz.

Protein und Feuchtigkeit

Die zwei Richtungen der Haarpflege. Protein gibt Struktur und Festigkeit, Feuchtigkeit gibt Geschmeidigkeit. Zu viel Protein macht das Haar spröde und bruchanfällig, zu viel Feuchtigkeit macht es schlapp. Das Verhältnis muss zum Haar passen.

Silikone

Filmbildner, die sich um das Haar legen und es sofort glatt und glänzend wirken lassen. Wasserlösliche Silikone spülen sich aus, schwer lösliche können sich aufbauen und die Aufnahme von Pflege und Farbe behindern.

Sulfate

Kräftige Tenside, die zuverlässig reinigen und stark schäumen. Sie lösen auch Pflegefilme und Farbpigmente, weshalb gefärbtes und blondiertes Haar in der Regel mit milderen Shampoos länger schön bleibt.

Tiefenreinigungsshampoo

Auch Clarifying Shampoo. Entfernt Rückstände von Stylingprodukten, Silikonen und Kalk. Vor einer Farb- oder Glättungsbehandlung sinnvoll, im Alltag aber zu kräftig für regelmäßigen Gebrauch.

Leave-in

Pflege, die im Haar bleibt und nicht ausgespült wird: Sprays, Cremes und Öle. Sie schützt vor Hitze, erleichtert das Kämmen und hält Feuchtigkeit im Haar. Bei feinem Haar sparsam und nur in den Längen aufgetragen.

Schnitt, Locken und Styling

Ein Schnitt entscheidet darüber, wie das Haar von allein fällt. Diese neun Begriffe beschreiben die Techniken dahinter und die Sprache rund um Locken.

Trockenschnitt

Geschnitten wird im trockenen Zustand, also genau so, wie das Haar später getragen wird. Bei Locken und bei starkem Wirbel ist das die einzige Möglichkeit zu sehen, wo die Länge wirklich endet, weil nasses Haar deutlich länger wirkt.

Point Cutting

Die Schere wird senkrecht in die Spitzen gestochen statt waagerecht durchgezogen. Die Kante wird dadurch weich und unregelmäßig, das Haar wirkt lebendiger und wächst weniger sichtbar aus dem Schnitt heraus.

Stufenschnitt

Das Haar wird in unterschiedlich langen Lagen geschnitten, damit Bewegung und Volumen entstehen. Wie hoch die erste Stufe ansetzt, entscheidet darüber, ob die Frisur füllig wirkt oder ob sie Gewicht verliert.

Texturieren

Gezieltes Herausnehmen von Haarmasse, um Gewicht zu reduzieren, ohne die Länge zu verändern. Gut dosiert macht es schweres Haar beweglich, zu viel davon erzeugt Fransen und abstehende kurze Härchen, die schwer herauswachsen.

Lockentypen 2A bis 4C

Eine gängige Einteilung nach Lockenform: 2 steht für Wellen, 3 für Korkenzieherlocken, 4 für sehr enge Krausen, die Buchstaben A bis C für den Durchmesser. Die Einteilung hilft bei der Produktwahl, ersetzt aber keine Beratung am Kopf.

Curly Girl Methode

Eine Pflegeroutine für Locken, die auf Sulfate, schwer lösliche Silikone und Hitze weitgehend verzichtet. Das Haar wird feucht gestylt und lufttrocknen gelassen, damit sich die natürliche Lockenform ohne Aufrauen ausbildet.

Diffusor

Der Aufsatz für den Föhn, der die Luft breit verteilt, statt sie zu bündeln. Die Locke wird dadurch getrocknet, ohne aus der Form geblasen zu werden. Auf niedriger Stufe und mit wenig Bewegung bleibt die Definition erhalten.

Plopping

Das nasse, eingeprodukte Haar wird in ein Baumwolltuch oder T-Shirt gelegt und locker am Kopf fixiert. Die Locke trocknet dabei in sich zusammengelegt an und verliert weniger Sprungkraft durch das Eigengewicht.

Dauerwelle

Die Disulfidbrücken im Haar werden chemisch geöffnet, das Haar wird auf Wickler in Form gebracht und die Brücken werden neu geschlossen. Moderne Varianten arbeiten milder und erzeugen eher weiche Wellen als die feste Locke früherer Jahrzehnte.

Haarverlängerung und Volumen

Sechs Begriffe rund um Extensions. Welche Methode passt, hängt von Haarstärke, Kopfhaut und Alltag ab, nicht von der Länge allein.

Bondings

Einzelne Strähnen werden mit einer kleinen Keratinverbindung am Eigenhaar befestigt und mit Wärme verschmolzen. Die Methode ist sehr flexibel in der Platzierung und hält je nach Haarwachstum etwa drei bis vier Monate.

Tape-Extensions

Dünne Haarstreifen mit Klebeband, die paarweise um eine Strähne Eigenhaar gelegt werden. Sie tragen sehr flach auf und eignen sich für feines Haar, müssen aber alle sechs bis acht Wochen umgesetzt werden.

Micro- und Nanoringe

Die Strähne wird mit einem kleinen Metallring am Eigenhaar verklemmt, ganz ohne Wärme und Kleber. Die Ringe lassen sich öffnen und nachsetzen, was die Methode für empfindliche Kopfhaut interessant macht.

Tressen

Auch Wefts. Ein durchgehender Haarvorhang, der eingenäht oder mit Verbindungen befestigt wird. Weil das Gewicht auf eine breite Fläche verteilt wird, ist die Belastung pro Strähne gering.

Remy-Haar

Echthaar, bei dem alle Haare in derselben Wuchsrichtung liegen und die Schuppenschicht erhalten ist. Es verfilzt deutlich weniger als aufbereitetes Haar und lässt sich behandeln wie Eigenhaar, ist dafür aber teurer.

Haarverdichtung

Anders als die Verlängerung zielt sie nicht auf Länge, sondern auf Fülle. Es werden feine Strähnen in der bestehenden Länge eingearbeitet, damit dünner gewordenes Haar wieder dichter wirkt, ohne dass die Frisur länger wird.

Vom Begriff zur Behandlung

Wenn Sie beim Lesen hängen geblieben sind, finden Sie hier die Seite zur jeweiligen Leistung. Alle Behandlungen finden in unserem Salon in der Planegger Straße 9a in München-Pasing statt, alle Preise stehen in der Preisliste.

Häufige Fragen zum Haar-Glossar

Muss ich diese Begriffe kennen, bevor ich zu Ihnen komme?
Was ist der Unterschied zwischen Balayage und Strähnen?
Warum wird mein Blond nach einiger Zeit wieder gelb?
Ist Haarbotox dasselbe wie eine Keratinbehandlung?
Wann haben Sie geöffnet und wie bekomme ich einen Termin?

Reden wir über Ihr Haar

Ein Glossar ersetzt keine Beratung. Welcher Weg zu Ihrem Haar passt, sehen wir erst, wenn wir Struktur, Porosität und Farbgeschichte vor uns haben. Buchen Sie Ihren Termin online oder rufen Sie uns an, dann klären wir vorab, wie viel Zeit Ihr Wunsch braucht.

Nesrin Hairlounge

Planegger Straße 9a 81241 München-Pasing Telefon 089 7456 5143
Öffnungszeiten Montag bis Freitag 8 bis 18 Uhr Samstag 8 bis 17 Uhr Sonntag geschlossen

Kontakt

Nesrin Hairlounge Planegger Straße 9a 81241 München Telefon 089 7456 5143 Mo bis Fr 8 bis 18 Uhr, Sa 8 bis 17 Uhr

Rechtliches

Nesrin Hairlounge, München-Pasing